Erinnerung und Mahnung zum 75. Jahrestag des Bomberabsturzes

Gedenkfeier Bomberabsturz

Ein große Zahl von Bürgern, Abordnungen der örtlichen und us-amerikanischen Veteranen- und Soldatenvereinen, ranghohe Vertreter der amerikanischen Streitkräfte und der Bundeswehr, örtliche Kommunalpolitiker und Geistliche hatten sich am Gedenkstein eingefunden. Sie gedachten dem Absturz eines US-Bombers am östlichen Ortsrand Pfaffenhofens, auf den Tag genau vor 75 Jahren. 

Dass die Zivilbevölkerung durch die Trümmerteile der „Fliegenden Festung“ mit dem Beinamen „Johnny Reb“ nicht zu Schaden gekommen sei, erwähnten in dankbarer Erinnerung Bürgermeister Josef Walz und Georg Oblinger, Rektor der benachbarten Gebetsstätte Marienfried. Auf deren Areal hatten bekanntlich die drei per Notabwurf vorab ausgeklinkten Bomben eingeschlagen.

Colonel Kleet Barcley vom Europa-Kommando der US-Streitkräfte in Stuttgart erinnerte daran, dass die beim Absturz ihrer Maschine gestorbenen sieben Besatzungsmitglieder nicht nur als Zahlen in die Opferstatistiken des Zweiten Weltkrieges eingegangen seien, sondern damit immer auch Einzelschicksale verbunden waren: Alle hatten Eltern, Großeltern und Geschwister.

Michael Edwards von der US-Luftwaffenbasis Ramstein zufolge waren fast alle Toten junge Männer in den frühen 20er Jahren. „Sie starben im mutigen Einsatz gegen Unfreiheit und Tyrannei.“ Und jedem sei vor dem Start bewusst gewesen, dass es der letzte Einsatz sein könnte. Nun gelte es, sich den Feinden von Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechten weiter in aller Entschiedenheit entgegenzustellen. Edwards: „Wir tun das Seite an Seite und in einer starken Allianz, nämlich der Nato.“
Der Ulmer Oberst Lutz Mehrtens schlug zudem einen historischen Bogen vom Jahr 1945 bis in die Gegenwart. Wohl sei dieser Zeitraum mit vielen Fortschritten verbunden, unter anderem der europäischen Einigung. er merkte weiter an: „Derzeit verzeichnen wir aber wieder eine unruhige und instabile Lage.“ Umso wichtiger seien „Treffen auf kleinerer und persönlicher Ebene“.

Anton Nadler umrahmte die würdige Gedenkfeier musikalisch mit sseiner Trompete.



 

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